Sugaring klingt modern, niedlich und trendy. Allerdings hat die neue Enthaarungsmethode eine lange Geschichte vorzuweisen. Im Orient verwendet man die zuckersüße Hallawa-Paste bereits seit Jahrhunderten zur Körperhaarentfernung. Mittels Sugaring soll die Enthaarung aber nicht nur gründlich und hautschonend (da keine chemischen Keulen enthalten sind), sondern auch relativ schmerzfrei sein. Doch stimmt das wirklich und wenn ja, wie kann das sein?

    Zu behaupten, dass eine Zuckerbehandlung zur Enthaarung angenehm wäre, lässt sich zwar nicht wirklich behaupten. Fakt ist aber, dass sich die Schmerzen, die Rötungen, die Hautirritationen und auch das Ziepen während des Sugarings stark in Grenzen halten. Meistens tritt eher ein leichtes Kribbeln auf, welches durchaus erträglich ist. Deshalb sollte man es aber vor allem bei den ersten Anwendungen nicht übertreiben. Experten raten beispielsweise, dass man ein und dieselbe Stelle bei den ersten Anwendungen nicht mehr als dreimal hintereinander behandeln soll. Wurden entgegen allen Erwartungen doch nicht alle Härchen erwischt, sollte man mindestens einen Tag Pause einlegen. Denn die Haut könnte eventuell mit leichten Wunderscheinungen reagieren, wenn man zu oft an ihr herumzupft. Das ist aber auch beim gewöhnlichen Waxing so.

    Schmerzloses Enthaarungswunder - mit Sugaring gegen lästiges Körperhaar?

    Das Ergebnis des Sugerings kommt übrigens mindestens ebenso gründlich und samtweich daher, wie das des üblichen Waxings. In der Regel ist die Haut im Anschluss seidig glatt, ohne zu stark gereizt oder gerötet zu sein. Das Ergebnis hält dabei bei der Zuckerpaste rund drei Wochen an. Das Sugaring ist also eindeutig genauso gründlich wie ein klassisches Waxing, benötigt aber eventuell auch etwas Übung, um mit einem Mal wirklich alle Härchen zu erwischen. Auch das ist aber beim üblichen Waxing nicht selten.

    Das Geheimnis des Sugarings liegt übrigens in der Konsistenz und Zusammensetzung der Zuckerpaste - diese besteht aus Zucker und Zitronensaft. Der Vorteil dieser Mischung ist der, dass sich die Zuckerpaste nicht, wie andere Waxings, an der Haut festsetzt. Hier wird wirklich nur das störende Haar verklebt und "herausgerupft". Dadurch wird die Haut weniger gereizt und beschädigt. Das macht diese Enthaarungsmethode sanft genug, um für jede Hautpartie geeignet zu sein, inklusive sehr empfindlicher Zonen wie die Achseln, den Intimbereich und das Gesicht. Gleichzeitig hat die Zusammensetzung des Sugarings aber auch einen weiteren sehr positiven Nebeneffekt, der erwähnt werden sollte: Denn die Inhaltsstoffe der Zusammensetzung wirken bei längerer und häufiger Anwendung auf die Haarfollikeln ein. Das Körperhaar wird weicher und weniger dicht und lässt sich somit von Mal zu Mal noch sanfter und weniger schmerzhaft entfernen.